Ismaning, 12.08.2004 – Pro Sieben weckte mit der Real Life-Doku „Die Alm“ die neue Lust an der
unberührten Heimat unter den Gipfeln. Der Trend, dass sich in heiler Natur
und schöner Bergwelt angenehm sündigen lässt, geht auf Regie-Altmeister
Franz Antel (91, „Kaiserwalzer“) aus Wien zurück. Die Kino-Legende schuf
1950 einen Film mit Maria Andergast, Ida Krottendorf und Susi Nicoletti,
dessen Titel zum geflügelten Wort geworden ist: „Auf der Alm, da gibt’s koa
Sünd“.
Das Ziegenlecken, Euterlutschen und Baden im Kuhmist mit „Almkönigin“ Kader
Loth, Kelly Trump und Tatjana Gsell haben zu einem wahren Run auf den
„Heimatkanal“ geführt. Denn der Abo-Sender (empfangbar über Premiere) zeigt
Tag für Tag das wahre Leben auf den Almen. Im „Heimatkanal“ läuft auch Prof.
Franz Antels epochaler Streifen aus dem Revier der Sennerinnen, Wilderer und
scharfen Gemsen, „Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd“, entstanden in der Nähe
von Salzburg. In diesem Almen-Opus geht’s um vierzig außereheliche Kinder.
„Pro Sieben hat das Thema interessant gemacht und die Sehnsucht nach dem
Original geweckt: Heimat- und Almenfilme sind von unverwüstbarer Qualität
und hervorragend besetzt. Packende Schicksale in den Bergen und ergreifende
Herz-Schmerz-Geschichten interessieren auffallend viele junge Zuschauer“,
erklärt Gottfried Zmeck (47), der Geschäftsführer vom „Heimatkanal“.
Um das enorme, neuerwachte Interesse an Almen zu befriedigen, muss der
„Heimatkanal“ jetzt sogar Programm-Änderungen vornehmen. So läuft zum
Beispiel auf dem Sendeplatz „Heimattheater“ am 17. September statt „Blaues
Blut und Erbsensuppe“ der Schwank „Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd“ (von
Hubert Holzner) aus dem Jahre 1984. Unter den Hauptdarstellern: Hansi Kraus,
bekannt geworden durch „Lausbubengeschichten“, die Pauker- und
Pennäler-Filme.
Die Almen-Philosophie von Franz Antel, dank „Die Alm“ wieder mega-in, gilt
1950 wie heute: „Wenn Menschen verängstigt sind und sich um ihre Zukunft
sorgen, brauchen sie idyllische Berge, edle Gefühle und schöne Sünden“.
Auf dem Heimatkanal läuft übrigens zwischen 16. August und 30. August die
Schwarzwald-Reihe.
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